Montag, 6. Februar 2006

Jennifer stellt Fragen

Sie heisst Jennifer und wurde "mitgebracht". Jennifer sieht sehr gut aus!
Im Schlepptau einer Arbeitskollegin erschien sie bei der kollegenzentrierten donnerstäglichen "Wer Lust hat kommt"-Geselligkeitsrunde - von unseren hippen BAföG-Zöglingen auch "After Work Party" genannt. Ich persönlich geh auch heutzutage immer noch "nach der Arbeit was trinken". Jennifer geht definitiv zur "After Work Party", das sah man gleich. An diesem Abend fanden also beide Veranstaltungen am gleichen Tisch statt.
Allgemeines Vorgestelle ... die üblichen Verdächtigen nehmen After Work zu wörtlich und stecken alsbald bis zum Hals in Jennifers vermutlich hübschen A.
Gesprächsfetzen schwappen rüber: Jennifer ist solo! ... "ja, schon länger" ... warum weiß sie eigentlich selber nicht genau ... vermutlich sei sie einfach zu anspruchsvoll!? (begleitet von einem herausfordernden Lächeln gerichtet an die Männer in der Runde).
Die Gläser werden geleert und wieder gefüllt. Die ersten brechen auf ... am Tisch rückt man zusammen ... ich komme neben Jennifer zu sitzen. "Hallo" ... "Hallo". Offenes Lächeln meinerseits wird direkt gekontert mit ihrer ersten Frage an mich: "So Ohbehave, wie alt bist du und was hast du genau für einen Beruf?" vorgetragen mit Fragebogenstimme.
Ich kann in dem Moment nicht verhindern, daß ich süffisant grinsen muss, denn ich weiß jetzt etwas, was Jennifer nicht weiß ... Ich weiß, warum Jennifer noch solo ist.

Populärmusik aus Vittula

Es gibt sie ja, die Bücher die nicht enden sollten. "Populärmusik aus Vittula" war (denn seit heut bin ich durch) für mich so eines. Kapitelweise weitere "Kindheitserinnerungen" des finnischen Schriftstellers Mikael Niemi hätt ich mir gewünscht.
Witzig, wild und zärtlich ist Niemis Sprache und macht "Popularmusik aus Vittula" zu einem brillianten, eindringlichen Buch! Der Leser wird versetzt ins Schwedisch/Finnische Grenzland Ende der 60er Jahre. In ein von uralten Traditionen geprägtes Dorf, irgendwie fernab der wirklichen Welt, in dem die beiden pubertierenden Hauptprotagonisten Matti und Nilla den Rock'n'Roll für sich entdecken.
Mit Schnörkellosigkeit aber trotzdem viel Wärme werden die Menschen beschrieben, die an der finnischen Grenze zu Hause sind. Die geschilderten Romanfiguren werden nicht nur präsentiert, sondern man lernt sie kennen. Der kauzige Eigensinn, ihre harte Religiosität eingebettet in das rauhe Leben, die langen Winter, Familientragik, Sex und Natur. Die Basis für die sprichwörtliche nordländische Depression scheint verständlich zu werden und irgendwie ... ja wird man etwas eifersüchtig. Mehr als einmal durchzuckte mich der Wunsch, auch dort aufgewachsen zu sein.

[... ach ja! die Verfilmung läuft aktuell in ausgesuchten Programmkinos ...]
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Oh behave!

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z657uz
uj.i0hhnjgsdwir kommen aus dem all......hallo fremder......
rinchen (anonym) - 3. Jun, 17:57
nein wie geil
du hast die nierenschale vergessen! Wenn ich nit wüsst...
s0me0ne (anonym) - 14. Mai, 14:41
Langnese...
Wie wärs, sich mal ein wenig zu informieren? Statt...
Rodo D. (anonym) - 21. Apr, 16:10
hast du auch nen namen????
hast du auch nen namen????
sylvi (anonym) - 14. Sep, 17:50
nichts
toll interressant und witzig
ich (anonym) - 14. Sep, 17:49

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