Die Rohlingsspindel
Lesung von Max Goldt im "Frankfurter Hof" in Mainz.
Gestern wars endlich soweit!
Nachdem sich ne stattliche Anzahl von Onkel Max'ens Werken in meinem Bücherregal aneinanderlehnt, war es gestern Abend nunmehr an mir, mich entspannt zurückzulehnen und mich darauf zu freuen, vorgelesen zu bekommen, wie sie richtig gelesen gehören, die Geschichten und Kolumnen von Max Goldt.
Das wiederum wurde vom Selbigem dann auch wirklich richtig gut richtig gemacht.
Schwerpunktmässig warens Texte aus 2005, mir persönlich noch nicht bekannt, die aber auch jungfräulich gehört, sofort zündeten. Wie anders als gut unterhalten, soll man als Publikum rumsitzen, wenn Max Goldt z.B. das Wort "Rohlingsspindel", als das schönste neue Wort der deutsche Sprache in den letzten Jahren herausstellt und dies einleitend begründet mit:
»In den letzten Jahrzehnten hat sich das Deutsche allzu widerstandslos als eine Art Dorftrottel unter den Sprachen präsentiert, der nicht in der Lage ist, für aktuelle Gegenstände aus seinem angestammten Wortschatz neue Begriffe zu bilden und sich stattdessen auf eine Weise, die ein amerikanischer Kommentator als 'vorauseilende Unterwürfigkeit' bezeichnete, mit schlaffer, altersfleckiger Hand aus dem weltweit dampfenden englischen Breitopf bedient.«
Ein Abend ohne Ausfall! Ob nun durch den Malta-Reisebericht "Dem Elend probesitzen" oder der kritischen Betrachtung des ungenügend bestückten Männerhaushaltes in "Wenn Torte von Menschen bewegt wird", Max Goldt zeigte sich als Meister der Paraphrasen, wie es meiner Meinung nach keinen Zweiten gibt und ich, ich durfte mich zumindest gestern mal so richtig "belesen" fühlen.
[Interessanter Weise machen sich auch andere Menschen Gedanken um die Rohlingsspindel, wie man dem Bild von
www.zwarwald.de entnehmen kann:]
Gestern wars endlich soweit!
Nachdem sich ne stattliche Anzahl von Onkel Max'ens Werken in meinem Bücherregal aneinanderlehnt, war es gestern Abend nunmehr an mir, mich entspannt zurückzulehnen und mich darauf zu freuen, vorgelesen zu bekommen, wie sie richtig gelesen gehören, die Geschichten und Kolumnen von Max Goldt.
Das wiederum wurde vom Selbigem dann auch wirklich richtig gut richtig gemacht.
Schwerpunktmässig warens Texte aus 2005, mir persönlich noch nicht bekannt, die aber auch jungfräulich gehört, sofort zündeten. Wie anders als gut unterhalten, soll man als Publikum rumsitzen, wenn Max Goldt z.B. das Wort "Rohlingsspindel", als das schönste neue Wort der deutsche Sprache in den letzten Jahren herausstellt und dies einleitend begründet mit:
»In den letzten Jahrzehnten hat sich das Deutsche allzu widerstandslos als eine Art Dorftrottel unter den Sprachen präsentiert, der nicht in der Lage ist, für aktuelle Gegenstände aus seinem angestammten Wortschatz neue Begriffe zu bilden und sich stattdessen auf eine Weise, die ein amerikanischer Kommentator als 'vorauseilende Unterwürfigkeit' bezeichnete, mit schlaffer, altersfleckiger Hand aus dem weltweit dampfenden englischen Breitopf bedient.«
Ein Abend ohne Ausfall! Ob nun durch den Malta-Reisebericht "Dem Elend probesitzen" oder der kritischen Betrachtung des ungenügend bestückten Männerhaushaltes in "Wenn Torte von Menschen bewegt wird", Max Goldt zeigte sich als Meister der Paraphrasen, wie es meiner Meinung nach keinen Zweiten gibt und ich, ich durfte mich zumindest gestern mal so richtig "belesen" fühlen.
[Interessanter Weise machen sich auch andere Menschen Gedanken um die Rohlingsspindel, wie man dem Bild von
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OhBehave - 12. Jan, 14:41
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